Peter Bamm meldete sich als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg. Über gemeinsame Erlebnisse an der Westfront berichtet der kommunistische Schriftsteller Ludwig Renn in seinen Lebenserinnerungen. Nach 1918 studierte Peter Bamm in MünchenGöttingen und Freiburg im Breisgau Medizin und Sinologie. Als Schiffsarzt unternahm er zahlreiche Weltreisen, bevor er sich als Facharzt in Berlin-Wedding niederließ. Während des Zweiten Weltkrieges diente er als Stabsarzt an der West- und Ostfront.

Bamms humanistische Schulbildung weckte sein Interesse für unterschiedliche Wissensgebiete. Dies war, ebenso wie seine berufliche Tätigkeit als Arzt, Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller. Schon in den 1920er Jahren verfasste er regelmäßig Feuilletonartikel für die Deutsche Allgemeine Zeitung, kurz DAZ, unter ihrem Chefredakteur Fritz Klein. Nach der Machtübernahme der Nazis erzwangen diese unter Androhung der Einstellung der DAZ das Ausscheiden Kleins aus der Redaktion. Klein schuf daraufhin die Deutsche Zukunft, eine Wochenzeitung. Wochenzeitungen konnten damals geschickt Verordnungslücken ausnutzen, somit blieb dieses Blatt weitgehend frei von Nazi-Einflüssen. Die kleine Auflage dieser Zeitung wurde als Chance genutzt. Peter Bamm setzte seine journalistische Tätigkeit unter Fritz Klein bei der Deutschen Zukunft fort.

Später schrieb Emil Dovifat vom Lehrstuhl für Zeitungswissenschaften über diese Zeitung: „Das Blatt hatte Verbindung zur Mittwochsgesellschaft und den Männern, welche später am 20. Juli 1944 tätig wurden. Es behauptete sich mit überlegener Sachkunde und überspielte mit geistiger Equilibristik seine Wächter.“ Die Deutsche Zukunft schaffte es bis 1940, sich der Übernahme durch das Regime zu entziehen, dann aber wurde Klein in die Wehrmacht einberufen und starb bald darauf bei einem Unfall. Die Nazis übernahmen daraufhin die Redaktion und führten diese in die neu geschaffene Wochenzeitung Das Reich zusammen. Auch Bamm wurde eine Mitarbeit im neuen Blatt nahegelegt, was er aber um jeden Preis vermeiden wollte. Eine offene Ablehnung hätte aber die Gefahr der Verhaftung nach sich gezogen, da die Gestapo zu diesem Zeitpunkt bereits ein Auge auf ihn hatte. Bamm entschied daher, sich als Arzt von der Wehrmacht einziehen zu lassen, um diese schwere Entscheidung gekonnt zu umgehen.

So nahm er zunächst am Frankreichfeldzug teil, später am Russlandfeldzug. An direkten Kampfhandlungen war er nicht beteiligt, er war ständig Leiter eines Lazaretts. In dieser Funktion behandelte er auch viele feindliche Kriegsgefangene und die Zivilbevölkerung der besetzten Länder. Gegen Ende des Krieges schaffte es seine Kompanie, vor den Russen evakuiert zu werden, und er kam nach Dänemark. Hier wurde er von der British Army gefangen genommen und, immer noch im Status eines Gefangenen, nach Deutschland verbracht. Da die Alliierten zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach unbelasteten Deutschen waren, um Presse und Radio wieder aufzubauen, wurde Bamm um Mitarbeit beim Hamburger British Forces Broadcasting Service für das Programm des British Forces Network (kurz BFN), gebeten. Noch in Uniform fing er an. Anfang der 50er Jahre verstärkte sich auch sein Interesse an der Phänomenologie, einer auf die Erkenntnis des Wesens aller Dinge zielenden philosophischen Richtung nach Edmund Husserl; der Bayerische Rundfunk sendete drei Dispute mit der Münchener Phänomenologin Hedwig Conrad-Martiusdie auch als Buch erschienen. Von 1952 bis 1957 unternahm Bamm Studienreisen in den vorderen und mittleren Orient. Danach arbeitete er als Feuilletonist bei verschiedenen Berliner Zeitungen. Über seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg schrieb er das Buch Die unsichtbare Flagge. Seine Autobiographie Eines Menschen Zeit wurde vielfach verkauft. 1960 erhielt Bamm die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. Seit 1956 war er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Peter Bamm war verheiratet, seine Frau hatte er im Sanitätsdienst im Zweiten Weltkrieg kennengelernt. Der Ehe entstammt eine Tochter. Sein Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Stöcken (Abteilung 32 D, Nr. 16) in Hannover. Nach ihm ist in Munster seit 1986 die Peter-Bamm-Kaserne[1] benannt und in seinem Geburtsort Hochneukirch eine Mehrzweckhalle.


 

Werke bei uns

Geboren 1972 in Freiburg/Breisgau. Seine ersten 11 Jahre verbrachte er im Ausland und besuchte eine französische Schule. Dadurch kam er mit Comics in Kontakt, die in Frankreich selbstverständlich zum kulturellen Allgemeingut gehören. Er studierte Kommunikationdesign und Illustration in Augsburg, Paris und Hamburg, wo er 2004 sein Diplom erhielt, seitdem arbeitet er freischaffend als Illustrator. Erste Veröffentlichungen Ende des 20. Jahrhunderts in Kromix & Comicstrich, ab 2001 erschienen „Geschichten aus den Neunzigern“, vier Bände bei Schwarzer Turm, sowie „Grosse Freiheit“ (bisher zwei Bände mit Anja Kasten und Michael Schmid) im Selbstverlag. Veröffentlichte in u.A. Panik Elektro, Flitter, Moga Mobo, Beton, taz. Erhielt Preise, stellte in Hamburg, Berlin, München und Neapel aus.  

 

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Was davor geschah

Ich heiße Jens Natter und wohne mit meiner Familie in Hamburg, wo ich als  Zeichner arbeite. Lange Zeit war ich als  Dipl.Sozialarbeiter tätig, bis ich mich aufgrund der vielen Anfragen in den Bereichen Illustration und Karikatur mich 2015 dann ausschließlich für die künstlerische Tätigkeit entschieden habe.  Aufgewachsen bin ich übrigens im niedersächsischen Verden an der Aller.  Bekannteste Arbeit von mir dürfte meine Comicadaption von Storm`s Schimmelreiter sein. Die Graphic Novel befindet sich bereits in der 2.Auflage.

 

 

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Der lange Fall zum Aufstieg